Nie wieder Babyblues

In hundert Jahren hat sich die Diskussion erübrigt, wer ein Kind bekommt. Beide Geschlechter können in dieser Zeit lifestylen, ohne Unterbruch, ohne die Störung durch Schwangerschaftserbrechen, ausgeleierte Bauchdecken und sonstige Verschiebungen von Gewebe. Nach einer kurzen Phase der Geburten durch Männer, die sogenannten Babystuntmen, reagierte die Forschung wie immer adäquat auf potenzielle Marktlücken. Denn Männer litten zu sehr an der hormonellen Umstellung und den Schwangerschaftsstreifen. Nun zeugt die Forschung Babys nicht mehr nur in Reagenzgläsern, sondern sie wachsen gleich weiter in den Nährlösungen.

Das ist herrlich, beide Erzeuger sind happy. Endlich Gleichstellung, beide können ungestört Alkohol trinken, Medikamente nehmen und bekommen dann ihr fixfertiges Produkt in den Arm gelegt. Dem können sie dann Liebe geben. Was für ein Fortschritt, keiner muss sich mehr der Natur unterwerfen. Falls das mit dem „Liebe geben“ ein bisschen anstrengend wird, kann jemand dafür angestellt werden, in dessen Anforderungsprofil „Liebe geben“ vertraglich eingefordert werden kann. Oder man packt den Störenfried gleich wieder in den nächstgrösseren Nährlösungsbehälter. Das wäre das Beste. Da stört es noch nicht einmal mehr die Nachbarn. Ruhe kehrt nicht nur zur Mittagszeit ein. Sogar Häuser in der Nähe von Bolzplätzen gewännen wieder an Wert. Die Forschung arbeitet gerade daran, wie die Nährlösung bei Pubertierenden aussehen muss. Eine hocheiweisshaltige Mischung mit Ritalin und THC? Immerhin wäre aber die Erbfolge klar und die Allgemeinheit bekäme nicht das angelegte Erbe. Und der Sex? Natürlich alles clean im Netz.Kolumne stadi 8.9.16.jpg

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